Ein frohes und gesundes neues Jahr aus dem schönen Havelland.


Keine Vorschau auf 2017 ohne einen Rückblick auf das Jahr 2016, das für mich wirklich bis zum letzten Moment spannend und aufregend war.  Also möchten wir hier, am Anfang eines Jahres, für das wir uns viel vorgenommen haben, noch einmal zurückschauen und erzählen, wie es so war in 2016.
Es startete bereits im Jahr 2015, im Dezember, als wir auf der Suche waren nach einem Verband der in der Lage und auch Willens war die Idee der Auszucht in der Rasse Nova Scotia Duck Tolling Retriever zu unterstützen und fachlich kompetent zu begleiten. Durch Freunde wurden wir auf den ORV e.V.  aufmerksam und ich nahm Kontakt auf. Schnell war klar, dass wir züchterisch „eine Sprache sprechen“ , ich wurde Mitglied  und wir starteten das Zuchtprojekt im Januar 2016. Im März wurden im Zuchtprojekt, das mittlerweile den Namen Cross Breed Tollers trug, in 2 Würfen 12 kräftige und gesunde Welpen, der nun vom ORV anerkannten Rasse Smart-Toller geboren und aufgezogen. Der Großteil dieser wunderbaren Hunde ging in private Hände und ein kleiner Teil,   der sich schon im Welpenalter ersichtlich, sehr tollertypisch zu entwickeln schien, blieb in der Cross Breed Toller Zucht. Die Hunde sind nun gut 9 Monate alt und ich bin von jedem Einzelnen begeistert. Einer der Rüden lebt an meiner Seite und ich bin sehr verliebt. ;-) …….. und ich hoffe er auch.
Auf Grund der entstandenen Zucht und des großen Interesses an der Gesundzucht  der Toller und der Golden Retriever,  wurde ich wie auch schon in 2015 von einem, bereits in diesem Bereich tätigen, Züchter darauf hin angesprochen, ob es nicht Sinn machen würde, einen eigenen Verein zu gründen, was aber erstmal aus zeitlichen Gründen nicht machbar war. Es gab einfach zuviel  Anderes, die Zucht Betreffendes zu tun. Neben der eigenen Zucht, in meiner Zuchtstätte SOCIUM-CANIS, war Hilfe für den Züchter mit den bereits bewährten Zuchthunden,  für die zweite und in Planung die 3 (F2 und F3) Generation angesagt. Es hieß aus der 3-zeiligen Beschreibung der eigenen Welpen eine aussagekräftige Rassebeschreibung zu machen. So aussagekräftig wie die Rassebeschreibung der Smart-Toller sollte sie sein, was für mich sehr viel zusätzliche Arbeit bedeutete. Auch für diese Zuchtstätte mussten Zuchtziele im kynologischen Sinne definiert werden. Das ist eigentlich Aufgabe des Züchters, aber natürlich bin ich auch hier immer gern behilflich, wenn mehr als drei Zeilen einfach nicht zusammen kommen wollen. Auch bei den, für die Zuchtzulassung absolut notwendigen Untersuchungen, der bis dahin nicht in einem Verband zugelassenen Hunde, war ich gerne und stetig behilflich, obwohl ich eigentlich bei einem verantwortungsvollen Züchter, von mehr als komplett untersuchten Hunden ausgegangen bin. Das war gleich zu Beginn der immer wieder gewünschten und gelobten Zusammenarbeit eine große negative Überraschung der dann noch einige folgen sollten mit denen ich einfach nicht gerechnet habe. Leider mussten wir uns dann am Ende des Jahres, nachdem die Hunde zuchtzugelassen waren und alle für die Vereinszucht notwendigen Papiere hatten, der erste Wurf  im Verband geboren war, von dem mein Rüde Jasper der Vater ist , der Decksprung stark rabattiert war und nun die zugesagte Unterstützung für die E.R.A. fällig gewesen wäre aus aus diesen und den verschiedensten Gründen, die sich für mich weit unterhalb der Gürtellinie abspielen, trennen. Nie zuvor in meinem nunmehr 60 Jahre währenden Leben, und meiner mer als 45- jährigen Erfahrung als Dienstleister, habe ich mich so in zwei Menschen getäuscht.  Ich wünsche den beiden von hieraus weiterhin ein gutes Händchen und vor allem viel Glück mit Ihren Hunden.
Wie dem auch sei, unser Projekt geht weiter, allerdings werden wir unds weder auf unsere guten Händchen noch auf das Glück verlassen und  arbeiten dann lieber mit Fakten. Wir fühlen uns nun sehr wohl in dieser im Moment noch kleinen Gemeinschaft die den Namen European Retriever  Association,  Untertitel: Arbeitsgemeinschaft gesunde Hunde, trägt und freuen uns schon auf unsere erste Sitzung in diesem Jahr.  Das klingt alles noch etwas groß aber wir gehen von schnellem Wachstum aus und hoffen, dass es viele Menschen gibt, die nicht nur genauso denken wie wir, sondern uns auch tatkräftig unterstützen. Sei es als Vollmitglied oder als Fördermitglied, von mir schon jetzt ein herzliches Willkommen.
Nun, am Ende des Jahres war es dann ziemlich zeitgleich mit der o.g. Trennung soweit,  dass wir uns mit der E.R.A.  einem nationalen und einem internationalen Verband anschließen konnten,  die uns nun weiterhin fachlich unterstützen, obwohl das offensichtlich sehr mit Konkurrenzneid anderer "Zuchtprojektler" gesehen wurde. Auch haben wir einen erfahrenen ehemaligen Retriever und heutigen Wolfhundzüchter als zuständigen, externen und somit absolut neutralen und retrieverspeziefisch kompetenten Zuchtwart an unserer Seite, der jede anstehende Verpaarung, jede Zuchtzulassung und jeden Wurf in Zusammenarbeit mit dem Hauptzuchtwart und angehenden Gutachter unseres Dachverbandes besprechen wird.  Des Weiteren ist die Mitarbeit eines Populationsgenetikers ab der F2- Generation von uns geplant sowie die Mitarbeit einer erfahrenen Züchterin und der gleichzeitig Zuchtbuchverantwortlichen der E.R.A. Das alles wir uns viel Arbeit bereiten, aber wir reden hier über die Zuchtgrundlage einer evtl.neuen Rasse und somit tun wir dies mehr als gern und verpaaren nicht nur den ein oder anderen Hund miteinander. Auch werden wir das Alter für die Zuchtauglichkeit von Hündinnen welches im Zeitraumvon 2-6 Jahren liegt strickt einhalten. Zwischen zwei Würfen muß mindestens eine weitere Hitze liegen und die maximale Wurfanzahl einer Hündin liegt bei drei. Waren die letzten beiden Würfe kleiner als 5 Welpen ist mit Sondergenehmigung ein vierter Wurf möglich.
Was Ausstellungen betrifft, so ist für das Jahr 2017 keine eigene Ausstellung  der E.R.A. geplant und wir werden, wenn es doch dazu kommt, eine andere Form der Beurteilung der vorgestellten Hunde wählen.  Auf den von uns durchgeführten Ausstellungen sollen die Hunde nicht mehr durch einen Einzelrichter beurteilt werden, wie es beim VDH und den Ihm angegliederten Vereinen der Fall ist. Auch möchten wir keine Zweiklassengesellschaft schaffen, indem wir aus einer Rasse eine Arbeits.- und eine Ausstellungslinie züchten. Wohin das führt sehen wir jeden Tag in jeder Fußgängerzone. Ein Zweiklassendenken, wie es sich auch beim Umgang  der Monopolisten in Deutschland und vielen anderen Ländern, mit kleinen Vereinen und wie es sich ebenfalls  in den stillosen und oft nicht sonderlich von sozialer Kompetenz geprägten Kommentaren irgendwelcher Hundesportaktivisten, die aber auch absolut alles besser wissen, zeigt, findet in der E.R.A. keinerlei Nährboden und wir bitten ebensolche uns so fern wie eben möglich zu bleiben und als kleine Anregung die Empfehlung vor der eigenen Haustüre zu kehren denn da gibts sicherlich einiges zu tun, würde ich mich jetzt einfach mal zu vermuten erdreisten.
Die als Qualzucht bezeichneten, jedoch leider in die Realität umgesetzten, aus meiner Sicht psychisch sehr bedenklichen Phantasien und von der fachlichen Kompetenz her sehr bedenklichen Fachleute als Premium Class Hunde bewerteten, armen, leidenden Kreaturen, dürfen nicht weiter gezüchtet werden können. Hier ist eine massivere Durchsetzung und eine Erweiterung  des Tierschutzgesetzes absolut notwendig. Hier muss sich der Staat einmischen und durch schärfere Kontrollen, nicht nur durch die Ordnungsämter, sondern auch durch die Veterinärämter unter Einbindung von Spezialisten kontrollieren und die weitere Verstümmelung der Kreatur Hund unterbinden. Insbesondere die Inzucht und all ihre pervertierenden Varianten müssen staatlicher Seits unterbunden werden, denn das verlangt nicht nur die Gesundheit sondern auch die Würde des Tieres. Mir ist absolut bewusst, dass das Geschäft mit Tieren sehr bunte und auch völlig schräge Blüten treibt, dennoch frage ich mich was schlimmer ist; der Welpe der aus dem  Ausland, bei irgendwelchen dubiosen Hundehändlern aus dem Kofferraum gekauft,  und der am dritten Tag auf dem Tisch des Tierarztes eingeschläfert werden muss, oder der Hund ohne Nase, als ein Beispiel von Vielen, der ein viel zu kurzes Hundeleben lang leidet und leidet und leidet und…….. Das Alles und viele Dinge mehr wie zum Beispiel die ständige Überimpfung, spült natürlich viel viel Geld in die Taschen der Funktionäre, Vereine Ärzte Pharmabetriebe Futtermittelindustriellen etc. etc. und es werden viele Milliarden Steuern fällig, aber dürfen wir das zulassen??? Warum wird gegen die Hundemafia ermittelt, gegen die soeben beschriebene Art der krankmachenden Vermehrung unter Aufsicht eines Monopolisten aber nicht??? Warum ist es in Deutschland möglich, dass ein völlig gesunder  8 Monate alter Rüde kastriert wird weil es der Tiertrainer empfohlen hat??? Und warum kann man einen Tierazt der diese Verstümmelung durchführt nicht belangen???

Was wir wollen hat nichts mit diesen monetär  orientierten, aus meiner Sicht abscheulichen Perversionen zu tun. Sondern, um es auf den Punkt zu bringen, ist es unser Ziel absolut gesunde frei von Erbkrankheiten und wieder langlebige Hunde zu züchten. Da muss ich wieder an den uralten Schäferhund meines Großvaters denken, den ich als kleiner Junge so liebte und an die Dackeldame Dolly die unsere alten Nachbarn 22 Jahre lang auf Trapp hielt, die 3 Stunden nachdem Ihr Frauchen Starb auch das zeitliche gesegnet hat. Es kann nicht sein, dass eine Deutsche Dogge heute schon mit 6 Jahren stirbt und dem Besitzer das als völlig normal verkauft wird. Eine Statistik besagt, dass Golden Retriever zu 85% an Krebs und noch vor der Vollendung des 12 Lebensjahres sterben. Denkt drüber nach.
Mein persönliches Ziel sind Retriever, wenn nötig auch eine neue Retrieverart,  die gesund und agil mindestens 20 Jahre alt werden. Mir ist bewusst, dass das ein hochgestecktes Ziel ist, aber das ist es was wir erreichen wollen.
Die Menschen die glauben, dass wir Phantasten sind, dürfen sich gerne trollen. Die die sagen, dass es ein tolles erstrebenswertes Ziel ist  dürfen uns gerne begleiten und was wir am meisten brauchen, unterstützen.
In diesem Sinne nochmals ein gesundes und maximal erfolgreiches wie spannendes Jahr 2017.
Herzlichst
Axel Schön


Im Januar 2017